Eine neue Geschichte der Menschheit? – Der Rückgang der Gewalt.

Pinker-Buch-TitelDie Entwicklung unserer Spezies – eine ewige Abfolge von Krieg, Genozid, Mord, Folter und Vergewaltigung. Und es wird immer schlimmer. Denken wir. Doch ist das richtig? In einem wahren Opus Magnum, einer groß angelegten Gesamtgeschichte unserer Zivilisation, untersucht der weltbekannte Evolutionspsychologe Steven Pinker die Entwicklung der Gewalt von der Urzeit bis heute und in allen ihren individuellen und kollektiven Formen. Unter Rückgriff auf eine Fülle von wissenschaftlichen Belegen beweist er anschaulich und überzeugend, dass die Menschheit dazulernt und Gewalt immer weniger als Option wahrgenommen wird. Pinkers Darstellung verändert radikal den Blick auf die Welt und uns Menschen.
Dieses Buch mit über 1200 Seiten fasst Conrad Skerutsch in seinem Vortrag zusammen. Mit Auszügen und Beispielen werden die Thesen von Steven Pinker erläutert und diskutiert. Für alle, die einen neuen, optimistischen Blick auf die Menschheit werfen wollen, bestimmt ein interessanter Abend.

Für die, die es nicht erwarten können, oder sich vorbereiten wollen, hier ein Auszug aus dem Buch: Gewalt – Eine neue Geschichte der Menschheit – Steven Pinker

Aus dem Innenleben einer katholischen Sekte – Eine ehemalige Nonne berichtet

buch nonneDass uns Fernsehserien, wie Um Himmels Willen, ein geschöntes Bild des Kloster-und Nonnenlebens vorgaukeln, ist wohl den allermeisten Zuschauern bewusst. Was aber heutzutage wirklich hinter Klostermauern geschieht, erfahren sie nur selten.

Ganz im Dunkeln bleiben für die Öffentlichkeit die Zustände in den neuen charismatischen Gemeinschaften, die insbesondere seit dem Pontifikat von Johannes Paul II., als „Neuaufbruch“ gefeiert werden und die katholische Kirche gezielt verändern. Wegen ihres jugendlichen und modernen Images genießen sie hohes Ansehen innerhalb wie außerhalb der Kirche und verfügen über einen erheblichen gesellschaftlichen und politischen Einfluss. Tatsächlich weisen viele von ihnen aber sektenähnliche Strukturen auf. Mitglieder werden kontrolliert, manipuliert und ausgenutzt. Diejenigen, die es schaffen, sich aus diesen Gruppen zu befreien, leiden jahrelang an den Folgen.

Im Club Voltaire wird die ehemalige Nonne Doris Reisinger, geb. Wagner, von ihren jahrelangen Erfahrungen in einem dieser neuen Orden, berichten. Frau Reisinger studierte Philosophie und Theologie und war acht Jahre lang Mitglied der „Geistlichen Familie Das Werk“. Drei Jahre nach ihrem Austritt schrieb sie ein erschütterndes Buch über ihre Erfahrungen: „Nicht mehr ich. Die wahre Geschichte einer jungen Ordensfrau“.

In vielen Medien wurde von ihren Schicksal berichtet, u.a. war sie am 11.11. 2014 in der Sendung Menschen bei Maischberger zu Gast.

Wir bitten um Voranmeldung per Mail an vorstand@gbs-rhein-main.de, da nur begrenzte Platzzahl zur Verfügung steht.

Kostenbeitrag: 4 Euro.

18. Juni, 19 Uhr 30, Club Voltaire, Kleine Hochstrasse 5, 2. Stock

Bericht vom letzten Monatstreffen – Verquickung von Kirche und Staat

Zeit-Screenshot Kirche und StaatDas Thema des Monatstreffens am 21. Mai 2015 lautete „Verquickung von Kirche und Staat“. Dieses Thema kennzeichnet eine vergleichsweise komplexe, historisch gewachsene Situation in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Die von Artur Lechelt vorgestellten Teilaspekte dieser Thematik und die Beiträge in der anschließenden Diskussion machten dies deutlich. Die „hinkende Trennung von Staat und Kirchen“, wie der Theologe Friedrich Wilhelm Graf die gesellschaftliche Perspektive dieses Themas einmal umschrieb, garantiert den Kirchen umfangreiche, hochdotierte, gänzlich unangemessene Privilegien. Der überfällige Abbau dieser Privilegien bleibt für aufgeklärte Demokraten ein erstrebenswertes Ziel. Die Verwirklichung dieses Zieles führte nicht nur zu einer konsequenten Trennung von Staat und Kirchen, sondern zweifellos zu einer gerechteren Gesellschaft und damit zur Stabilisierung unserer Demokratie.

Einige Gedanken zur derzeitigen Situation und zu möglichen Veränderungsschritten hat Artur Lechelt, auf seiner Website Christentum hinterfragt, in einem Text vom 12. Januar 2014 festgehalten unter dem Titel

BRD: Schlaraffenland für Kirchen – Ekklesia-Lobbyisten machen’s möglich

weiterlesen (http://www.christentum-hinterfragt.de/aktuell_1214.htm#brd)

Im nächsten Monatstreffen: Verquickung von Kirche und Staat

Zeit-Screenshot Kirche und StaatDebatte über aktuelle Themen

Nach einem Bericht von Conrad Skerutsch über eine Kunstaktion der Giordano Bruno Stiftung zum Thema Sterbehilfe, anlässlich des 118. Ärztetages (12.-15.05.2015) in Frankfurt, stellt Artur Lechelt einige Teilaspekte des ewig aktuellen Themas der „hinkenden Trennung von Staat und Kirchen“ bzw. der innigen Kumpanei zwischen Politik und Kirchen zur Diskussion.

Datum:   Donnerstag, 21. Mai 2015

Zeit:       19:30 Uhr
Ort:       Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 – 2. Stock
Eintritt:   frei

Schönheit und Dynamik des Universums

Vom Club zum UniversumAstronomen und Astrophysiker gewähren uns mit ihren zunehmend leistungsfähigeren erdgebundenen – und Weltraum-Teleskopen, sowie mit ihren Raumsonden immer tiefere Einblicke in die Geheimnisse des Universums. Ein ganz aktuelles Beispiel ist die Rosetta-Mission der ESA, die uns täglich neue Fotos von nie zuvor gesehenen Details des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko („Tchuri“) liefert …

Artur Lechelt präsentiert, während „einer kurzen Reise durchs All“, einige Fakten, aber vor allem auch faszinierende Bilder von den vielfältigen Objekten und Phänomenen, die eine leise Ahnung von der ungeheuren Komplexität und von der unbeschreiblichen Schönheit und Dynamik des Universums vermitteln:

Datum:   Donnerstag, 16. April 2015

Zeit:       19:30 Uhr
Ort:       Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 – 2. Stock
Eintritt:   frei

Der Philosophiekreis trifft sich wieder!

Der Philosophiekreis der SäJean-Léon_Gérôme_-_Diogenes_-_Walters_37131kularen Humanisten lädt alle Interessierten sehr herzlich ein zu seinem Treffen am 21. März 2015, 18:00 Uhr, in den Club Voltaire, 1. Stock.

Im letzten Treffen haben sich die TeilnehmerInnen darauf verständigt, die Diskussion philosophischer Themen anhand des Buches Was können wir wissen? – Philosophische Grundfragen des Philosophen Norbert Hoerster fortzusetzen.

Diskutiert werden das Kapitel 1 Unter welchen Voraussetzungen wissen wir etwas? und das Kapitel 2 Was wissen wir durch logisches Denken?.

Auch wer bisher noch nicht dabei war, ist jederzeit herzlich willkommen.

Der Mensch, das betende Tier

Zur Entstehung der Religion

Vortrag von Alfred Binder am 20.3.2015

Der einfache Grund

Religionen sind Lebensweisen und Weltanschauungen, von denen die meisten folgende Überzeugungen beinhalten:

  1. Es gibt von unserer Welt verschiedene jenseitige Welten, die von Wesen, die Macht über uns haben, bewohnt werden. Diese Wesen können uns schaden oder helfen. Traditionelle Bezeichnungen für sie lauten Dämonen, Geister, Heilige, Engel, Götter, Gott.
  2. Die Existenz unserer Welt und vieler, vielleicht aller ihrer Phänomene ist auf die jenseitigen Welten zurückzuführen.
  3. Wenn wir uns den Regeln entsprechend verhalten, welche die Wesen der jenseitigen Welten aufgestellt haben, dürfen wir hoffen, nach unserem irdischen Tod in einer jenseitigen Welt weiterzuleben.

Der vollständige Vortrag hier

Der Mensch – das betende Tier

FlammarionWoodcutSoweit wir wissen waren alle bisherigen Völker religiös, glaubten also, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als sich unsere Schulweisheit träumen lässt.

Warum ist das so? Weil es tatsächlich mehr gibt? Konnten sich alle Völker irren?

Es gibt viele Theorien über die Entstehung der Religion. Die älteste, die schriftlich überliefert wurde, ist die noch immer beliebte Priesterbetrugstheorie des athenischen Staatsmannes Kritias (5. Jhdt. v. u. Z.): Priester haben die Religion erfunden, um Macht über die Menschen zu erlangen.

Der Sachbuchautor Alfred Binder hat einige der Religions-Entstehungs-Theorien, vor allem die neuesten, gesichtet und die für ihn plausibelsten Erklärungen zu einer „eigenen“ Theorie verschmolzen. Er wird diese, anhand seines Buches „Religion – Eine kurze Kritik“ (Alibri-Verlag 2014), vorstellen.

Am Donnerstag, den 19.03. 2015 – 19:30 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 – 1. Stock
Der Eintritt ist frei

Hartmut Krauss zur Frage, ob der Islam faschistisch ist

Hartmut Krauss

Ist der Islam faschistisch?

Oder ist er aus sich selbst heraus ohne europäische Begriffsanleihe genügend negativ bestimmt?

von Hartmut Krauss

Die als Veranstaltungsthema gestellte Frage lautet: Ist der Islam faschistisch? Ich möchte zunächst mit einer Gegenfrage antworten: Ist nicht der Faschismus, genauer der deutsche Nationalsozialismus, eine ideologisch-politische Strömung, die Grundinhalte, Strukturen und Muster vormodern-religiöser, autoritär-absolutistischer Herrschaftsideologien, darunter die islamische Weltanschauung, adaptiert und verarbeitet? D. h.: Steht der deutsche Faschismus nicht in einem vermittelten politisch-ideologischen Erbschaftsverhältnis auch zum morgenländischen Islam? Findet der deutsche Faschismus im Islam nicht ein historisches Vorbild für militante Eroberung, Versklavung von Kriegsgefangenen, Vernichtung von als minderwertig angesehenen Bevölkerungsgruppen und ideologische Gleichschaltungsprozeduren?

Zu Recht gilt die fabrikmäßige Vernichtung der Juden als beispielloses verabscheuungswürdiges Verbrechen des 12 Jahre währenden NS-Regimes. Betrachten wir aber die Gewaltpraxis im Namen des Islams, dann finden wir auch hier zahlreiche historisch- und aktualempirische Fakten, die ein enormes legitimationsideologisch vermitteltes Aggressionspotenzial offenbaren.

Beim hier vorliegenden Text handelt es sich um ein überarbeitetes und um ein Literaturverzeichnis ergänztes Referat, gehalten am 20. Februar 2015 auf einer Veranstaltung der GBS Rhein-Main in Frankfurt.

Hier das ganze Referat

Mina Ahadi zur Frage, wie faschistisch der Islam ist

Mina Ahadis Rede in Frankfurt – 20.02.2015

IslamveranstaltungAm 27. Oktober 2012 war ich drei Tage lang in Den Haag. Dort in den Niederlanden fand ein Tribunal gegen die Brutalität der islamischen Regierung des Iran statt.

Das Iran Tribunal war eine internationale symbolische Gerichtsverhandlung, die von einigen Überlebenden der iranischen Gefängnisse und auch von Angehörigen der Hingerichteten aufgestellt wurde. Im Den Haager Friedenspalast (dem Gebäude des Internationalen Gerichtshofs und der Haager Akademie für Völkerrecht) arbeiteten wir für drei Tage als richtiges Gericht mit namhaften Richtern und Anwälten und haben dort gegen das Islamische Regime Anklage erhoben. Mina Ahadi zur Frage, wie faschistisch der Islam ist weiterlesen